FDP See-Gaster: Verabschiedung Brigitte Pool, Besuch FDP-Präsident Oskar Seger, Nomination Kreisrichter

Anlässlich der ordentlichen Mitgliederversammlung der FDP See-Gaster würdigten die Anwesenden das Wirken der langjährigen Kantonsrätin Brigitte Pool. Oskar Seger, Kantonalpräsident der FDP, liess es sich nicht nehmen, dazu an den Obersee zu reisen. Dr. Caroline Kirchschläger, Richterin am Kantonsgericht, hielt ein informatives Referat über die Zivil- und Strafjustiz am Kantonsgericht St. Gallen. Die Kreisrichterin Corinne Matthieu Blöchlinger und Kreisrichter Markus Höfliger wurden für eine weitere Amtsdauer nominiert.

Brigitte Pool’s Verabschiedung mit Ivo Schildknecht, Oskar Seger, Brigitte Pool, Martin Koller, Martin Stöckling und den Freisinnigen See-Gaster.

Fast vierzig Freisinnige – eine erfreulich grosse Zahl – konnte Ivo Schildknecht, Präsident der FDP See-Gaster, im Seehof in Schmerikon zur Mitgliederversammlung begrüssen. Die ordentlichen Geschäfte waren rasch erledigt, so dass man sich den «spannenderen» Teilen zuwenden konnte. Dr. Caroline Kirchschläger, Richterin am Kantonsgericht, informierte die Anwesenden über die Justiz des Kantons St.Gallen und räumte u. a. mit gängigen Vorurteilen gegenüber Justiz und Gerichten auf. Die beiden vollamtlichen FDP-Kreisrichter am Bezirksgericht in Uznach, Corinne Matthieu Blöchlinger und Markus Höfliger, wurden von der Versammlung für eine weitere Amtsdauer von fünf Jahren einstimmig zur Wahl (November 2026) nominiert.

Brigitte Pool offiziell verabschiedet

Die Versammlung  bildete auch den Schlusspunkt der Abschiedstour von Kantonsrätin Brigitte Pool. Kantonalpräsident Oskar Seger übernahm die Würdigung ihrer politischen Arbeit und insbesondere ihres persönlichen Engagements. Besonders auf die vorbildlichen Dossierkenntnisse habe man sich immer verlassen können. Man werde sie in der Fraktion vermissen. Für den ebenfalls anwesenden Nachfolger Pools, Kantonsrat Martin Koller, ist also die Latte gelegt… Pool selber nimmt mit einem lachenden und einem weinenden Auge Abschied. Bestimmt werde sie die politische Tätigkeit in naher Zukunft noch etwas vermissen; sie freue sich aber sehr auf die zukünftige freie Zeit.

Oskar Seger fordert zu Stärke, Selbstvertrauen und aktivem Handeln auf 

Der Präsident der FDP des Kantons St.Gallen räumte ein, dass der FDP zeitweilig ein rauher Wind entgegenwehe. Offen ausgetragene unterschiedliche Ansichten innerhalb der Partei würden von den Medien genüsslich ausgeschlachtet. Das sei aber kein Grund zur Resignation, ganz im Gegenteil. Unterschiedliche Meinungen auf den verschiedenen politischen Ebenen gelte es auszuhalten. Es zeichne die Freisinnigen aus, harte Auseinandersetzungen führen zu können, während andere Parteien keine Abweichler dulden und einige wenige den Kurs vorgeben. Für die nahe Zukunft und die bald anstehenden Wahlen forderte er die Freisinnigen auf, aus einer positiven Grundstimmung heraus zu handeln, freisinnig demokratisch denkende Leute abzuholen und einzubinden. Die Erfahrung zeige, dass dies durchaus möglich sei. Die FDP im Kanton St.Gallen sei gut unterwegs, u.a . mit ihrem Fokus auf Sicherheit, Bildung, Leistungskultur und weniger Bürokratie. 

Neuerungen beim «21er-Club»

Markus S. Blarer stellte einige Neuerungen beim 21er-Club vor. Dieser einzige regionale FDP-Supporterclub im Kanton ermöglicht(e) es der Regionalpartei und den Kantonsrats-Kandidaten, die Wahlkämpfe transparent zu finanzieren. Alle bisherigen Parteipräsidenten wussten dies sehr zu schätzen. In Zukunft sollen auch Kandidierende für Gemeindeämter unterstützt werden, sofern sie selber Mitglied des Clubs sind. Die Mitgliedschaft im 21er-Club steht seit der Gründung auch Freunden der FDP offen. Ab 2027 werden sich die Mitglieder jeweils zwei mal im Jahr zu einem geselligen Anlass treffen (21. Juni und 21. Dez.).